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Sanierung aus einer Hand oder Handwerker einzeln beauftragen: Was ist besser?

Zuletzt geprüft: 29. Oktober 2026 · Von der Zimmerei Heine, Bollschweil

Kurz gesagt

Wer jedes Gewerk selbst beauftragt, spart vielleicht einen Aufschlag, trägt aber die ganze Koordination, das Terminrisiko und die Haftungsfragen zwischen den Firmen. Bei einer Sanierung aus einer Hand haben Sie einen Vertragspartner, einen Festpreis und einen Ansprechpartner. Je mehr Gewerke beteiligt sind und je weniger Zeit Sie haben, desto mehr spricht für einen Generalunternehmer.

Zwei Wege zum modernisierten Haus

Eine größere Sanierung betrifft fast immer mehrere Gewerke: Zimmerer, Dachdecker, Fensterbauer, Elektriker, Installateur, Trockenbauer, Maler, dazu Statiker und oft ein Architekt für den Bauantrag. Es gibt zwei grundsätzliche Wege, das zu organisieren.

Einzelvergabe: Sie holen für jedes Gewerk Angebote ein, schließen mehrere Verträge und stimmen die Termine selbst ab. Sie sind Ihr eigener Bauleiter.

Aus einer Hand: Sie schließen einen Vertrag mit einem Generalunternehmer. Er plant den Ablauf, beauftragt und überwacht alle Gewerke und übergibt Ihnen das fertige Ergebnis.

Vergleich auf einen Blick

EinzelvergabeAus einer Hand
Verträgeeiner pro Gewerkeiner
Ansprechpartnerjede Firma einzelnein Bauleiter
TerminplanungIhre AufgabeAufgabe des Generalunternehmers
PreisSumme vieler Angebote, Nachträge möglichein Gesamtpreis, oft als Festpreis
Schnittstellen zwischen GewerkenIhr RisikoRisiko des Generalunternehmers
MängelSie klären, wer verantwortlich istein Vertragspartner haftet
Eigener Zeitaufwandhochgering

Wann die Einzelvergabe passt

Die Einzelvergabe kann sinnvoll sein, wenn nur ein oder zwei Gewerke beteiligt sind, zum Beispiel ein neues Dach ohne weitere Arbeiten. Auch wer selbst vom Fach ist, viel Zeit hat und die Firmen gut kennt, kann so Geld sparen.

Unterschätzt wird meist der Aufwand: Angebote vergleichen, Termine abstimmen, auf der Baustelle präsent sein, Rechnungen prüfen. Und wenn ein Gewerk sich verspätet, verschieben sich alle folgenden.

Wann aus einer Hand besser ist

Sobald mehrere Gewerke ineinandergreifen, zeigt die Sanierung aus einer Hand ihre Stärken. Bei einer Aufstockung zum Beispiel muss der Dachdecker kommen, sobald das neue Geschoss steht, die Fenster vor dem Innenausbau, der Elektriker vor dem Trockenbau. Jede Lücke kostet Zeit; bei offenem Dach kann sie auch Schäden verursachen.

Ein Generalunternehmer plant diese Abfolge vorab in einem Bauzeitenplan und hat die Firmen im Griff. Für Sie heißt das: ein Ansprechpartner, ein Preis, ein Übergabetermin.

Worauf Sie beim Vertrag achten sollten

  • Leistungsbeschreibung: Welche Gewerke und Arbeiten sind enthalten? Was ausdrücklich nicht?
  • Preis: Festpreis oder Abrechnung nach Aufwand? Wie werden Zusatzwünsche berechnet?
  • Termine: Gibt es einen Bauzeitenplan und einen verbindlichen Fertigstellungstermin?
  • Zahlungsplan: Abschlagszahlungen sollten sich am Baufortschritt orientieren.
  • Ansprechpartner: Wer ist Ihr Bauleiter, und wie erreichen Sie ihn?
  • Genehmigung und Förderung: Wer stellt Bauantrag und Förderanträge?

So arbeiten wir

Als Zimmerei führen wir die Holzarbeiten selbst aus und koordinieren alle anderen Gewerke. Als Partnerbetrieb im Verbund Meistermodernisierer arbeiten wir mit einem Festpreis für alle handwerklichen Leistungen und einem verbindlichen Zeitplan. Ihr Bauleiter begleitet Sie vom ersten Termin bis zur Abnahme.

Häufige Fragen zum Thema

Ist eine Sanierung aus einer Hand teurer?

Der Generalunternehmer kalkuliert die Koordination mit ein, das ist ein echter Aufwand. Dem stehen Einsparungen gegenüber: weniger Leerlauf zwischen den Gewerken, keine doppelten Anfahrten, keine Nachträge durch Schnittstellen, und Ihre eigene Zeit. Vergleichen Sie deshalb immer den Gesamtpreis inklusive aller Gewerke, nicht einzelne Positionen.

Wer haftet, wenn bei einer Sanierung aus einer Hand etwas schiefgeht?

Ihr Vertragspartner, also der Generalunternehmer, für alle vereinbarten Leistungen, auch für die seiner Nachunternehmer. Sie müssen nicht klären, welches Gewerk einen Schaden verursacht hat.

Was ist der Unterschied zwischen Generalunternehmer und Generalübernehmer?

Ein Generalunternehmer führt einen Teil der Arbeiten mit eigenen Leuten aus und vergibt den Rest an Nachunternehmer. Ein Generalübernehmer baut selbst nichts, sondern koordiniert nur. Eine Zimmerei, die die Holzarbeiten selbst ausführt und die übrigen Gewerke koordiniert, ist ein Generalunternehmer.

Wie lange habe ich Gewährleistung auf Arbeiten am Haus?

Für Arbeiten an einem Bauwerk beträgt die gesetzliche Verjährungsfrist für Mängelansprüche fünf Jahre ab Abnahme (§ 634a BGB). Bei Verträgen nach VOB/B gelten vier Jahre, sofern nichts anderes vereinbart ist.